Feldzerstoerungen

Zerstörung von Feldern mit Gentech-Pflanzen

Feldzerstörungen in Deutschland 2004 - 2012

Feldberfreiung von GVO an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen; Oberbohingen 23/24.07/2007
Typischer Dreimasterturm bei Feldbesetzungen
    Feldbefreiung an der Hochschule für Wirtschaft und
    Umwelt, Nürtingen; Oberbohingen 23./24. 07. 2007
                    Typischer Dreimasterturm bei Feldbesetzungen
Die Zusammenstellung der Daten zu den Feldzerstörungen wurde freundlicherweise vom Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V. (BDP) zur Verfügung gestellt[1]. Die Erläuterungen wurden mit wenigen redaktionellen Änderungen übernommen.

Die meisten Feldzerstörungen wurden gezielt nach Angaben aus dem ► BVL-Standortregister ausgewählt und fast flächendeckend in Deutschland durchgeführt. Schwerpunkte der Aktionen waren Bayern, Brandenburg, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Die Anzahl der Feldzerstörungen und die Höhe der Schadenssummen zeigen deutlich, dass es sich hierbei nicht um Kavaliersdelikte, sondern um kriminelle, zum Teil organisierte Taten handelt.

Feldzerstörungen 2004
29. 03.; Bernburg:  Zwei für die Aussaat von gentechnisch veränderten2 Weizen vorgesehene Versuchsfelder werden durch unbekannte Anhänger von
Greenpeace durch Ausbringen von anderem Saatgut unbrauchbar gemacht.
03./04.; Bernburg:  Zerstörung des bundesweit ersten Freisetzungsversuchs mit gv-Weizen, indem die Weizenpflanzen herausgerissen und zertreten
werden.
23. 05.; Oberboihingen:  Unbekannte zerstörten ein Feld mit gv-Mais auf dem Gelände der FH Nürtingen.
22. 06.; Golm:  Zerstörung eines Freisetzungsversuches mit transgenen Stärkekartoffeln des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie.
Sämtliche Kartoffelstauden wurden abgeschnitten.
27.06.-02.07. Wittingen:  Zerstörungen eines Versuchsfelds mit transgenen Stärkekartoffeln, ca. 1500 Pflanzen werden abgeschnitten, die
verbleibenden 150 Pflanzen waren für eine Versuchsauswertung nicht ausreichend.
06. 08.; Rastede:  Zerstörung eines Versuchs mit transgenen Stärkekartoffeln. Dabei werden 2/3 der 200 m2 großen Fläche zerstört. Eine
Versuchsauswertung war nicht mehr möglich.
 
Feldzerstörungen 2005
31. 07.; Strausberg:  Angekündigte Feldbefreiung von „Gendreck-weg“. Ca 600 m2 kommerzieller Anbau von gv-Mais MON 810 werden verwüstet.
11. 08.; Gusow: 19 Pflanzen aus kommerziellem Anbau werden in einer nächtlichen Aktion vernichtet.
16./17.08.; Haselbachtal:  Etwa 2 ha kommerzieller Anbau werden in einer nächtlichen Zerstörungsaktion verwüstet.
17. 08.; Rotthalmünster:  Gv-Pflanzen aus wissenschaftliche Untersuchungen der Landesanstalt für Landwirtschaft werden vernichtet. 3000 Euro
Sachschaden.
09. 09.; Seelow/ Alt-Langsow:  200 m2 aus kommerziellem Anbau werden zerstört.
09.9.-12.09.; Heinersdorf: 
Zerstört wurden 1000 m2 kommerzieller Anbau; entdeckt am 13.9.
15./16.10.; Werne:  Vollständige Zerstörung eines Freisetzungsversuchs mit herbizidtolerantem Mais, Langzeitstudie zur Biodiversität; Entdeckt
am 18.10.

Feldzerstörungen 2006

15./16.04.; Gut Roggenstein, Olching: 
Zerstörung eines Feldes der Biosicherheitsforschung durch Ausbringen von Heizöl. Auf dem Feld waren
2005 gv-Kartoffeln angebaut worden. In diesem Jahr sollte konventioneller Weizen ausgesät werden. Ziel war, die Auswirkungen des gv-Kartoffel-Anbaus zu untersuchen (BMBF-Projekt). Der Boden musste abgetragen werden, weitere Versuche waren nicht mehr durchführbar.
02. 06.; Gießen: Zerstörung eines Freisetzungsversuchs mit gv-Gerste. Etwa 20% der Fläche werden beschädigt: Der Versuch kann aber fortgesetzt
werden; Projekt der Biosicherheitsforschung.
05. 06.; Oberboihingen: Zerstörung eines Wertprüfungsversuchs für Mais. Von insgesamt 94 Linien, hierunter auch 9 gv-Maislinien. Zerstört werden
etwa 10 % der Fläche. Der Versuch ist eingebunden in die amtlich notwendigen Untersuchungen neuer Sorten durch das Bundessortenamt, die die Grundlage für Sortenzulassungen bilden.
17./18.06.; Braunschweig: Standort der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL). Es wird ein Feld mit konventionellem Mais, der als Reserve
für die Tierfütterung angebaut wurde, zerstört. Der dort ebenfalls angebaute Bt-Mais (für Koexistenzforschung) bleibt unbeschädigt.
24./25.06; Neureetz: Zerstört werden 0,5 ha von insgesamt 4,5 ha kommerziellem Bt-Mais-Anbau. Der Betrieb hat Anzeige erstattet.
24./25.06.; Dachwig: Das Feld für die Registerprüfung von Mais (Prüfungen nach Sortenzulassung) wird zerstört. Der Versuch ist zum Teil noch
auswertbar.
02.-04.07.; Ladenburg: Zerstörung des gesamten Feldes für den Wertprüfungsversuch. Der Versuch ist nicht mehr auswertbar.
02./04.07.; Dachwig: Zerstörung des Wertprüfungsversuches; die Fortsetzung des Versuchs ist gefährdet.
09./10.07.; Rheinstetten-Forchheim: Zerstörung eines Versuchs der Landesanstalt für Pflanzenbau: Durchgeführt wurde ein Versuch der FAL im
Rahmenvon Versuchen des BMELV zur Koexistenz mit Bt-Mais. Etwa 2000 m2 Bt-Mais werden vernichtet. Der Versuch zur Koexistenz ist noch auswertbar, da der konventionelle Empfängermais unbeschädigt blieb.
20./21.07.; Oberboihingen: Vollständige Zerstörung der Teile der Wertprüfung, die nach der Attacke am 05.06. noch auswertbar gewesen wären.
19. 07.; Haßloch:  Teilweise Zerstörung eines Wertprüfungsversuchs des Bundessortenamtes: Betroffen ist ein Sortiment (Körnermais mittelfrüh) aus
dem 2. Prüfjahr. In diesem werden keine GVO geprüft, es handelt sich um konventionellen Mais. Allerdings stehen an diesem Standort ebenfalls Sortimente in denen GVO mitgeprüft werden, d.h. es war lediglich Zufall, dass die Täter nur konventionellen Mais zerstörten. Entdeckt am 24.07.
28. 07.; Borken: Greenpeace-Anhänger sind in ein Versuchsfeld der Firma Monsanto mit gv-Mais eingedrungen und haben Pflanzenteile entwendet.
Greenpeace hatte die Aktion angekündigt und als "Entnahme von Pflanzenproben" bezeichnet, und dass die Pflanzen zur Analyse der
"Gift-Konzentrationen im Gen-Mais " genutzt werden sollen. Die Polizei beschlagnahmt die Proben; gegen acht Personen wird Anzeige erstattet.
30. 07.; Strausberg: Zerstörung von etwa 100 m2 konventionellem Mais im Rahmen des im Vorfeld durch „Gendreck-weg“ angekündigten
Aktionswochenendes. Bei der Fläche handelt es sich um ein Feld, das im vergangenen Jahr mit Bt-Mais bestellt wurde und damals im Fokus von „Gendreck-weg“ stand.
30. 07.; Badingen: Zerstörung von etwa 150 m2 Bt-Mais im kommerziellen Anbau im Rahmen des im Vorfeld durch „Gendreck-weg“ angekündigten
Aktionswochenendes. Bei der Feldzerstörung werden 24 Personen vorübergehend festgenommen, weitere 64 Personen werden zur Feststellung der Personalien in Gewahrsam genommen.
03. 08.; Borken: Greenpeace-Anhänger sind zum zweiten Mal in das Versuchsfeld vom 28.07. eingedrungen und haben Pflanzenproben entnommen.
Erneut wird Anzeige erstattet.
09. 08.; Wölsickendorf: Greenpeace-Aktivisten haben auf einem Feld des kommerziellen Bt-Mais-Anbaus 642 Pflanzen „geerntet“. Ziel ist, diese bei
derCampina-Milchzentrale in Heilbronn abzugeben. Der Betriebsleiter informiert die Polizei, die 20 Aktivisten vorläufig festnimmt. Die Pflanzen werden beschlagnahmt. Der Landwirt erstattet Strafanzeige.
12./13.08.; Greven: Zerstörung eines weiteren Wertprüfungsstandortes des Bundessortenamtes. Gezielt zerstört werden die Parzellen im Inneren
desVersuches, auf dem die GVO-Sorten stehen. Insgesamt werden etwa 1500 m2 niedergetrampelt.
10. 09.; Eberswalde: Die Märka GmbH, ein Getreidesammelunternehmen, entgeht knapp einem Brandanschlag: Unter vier Transportern werden
Brandsätze entdeckt, die zwar gezündet worden waren, aber aus nicht bekannten Gründen nicht in Brand gerieten. Ein mit „Autonome Gruppen“ unterzeichnetes Bekennerschreiben nennt als Grund für den Anschlag, dass man dem Unternehmen „einen nachdrücklichen Denkanstoß geben wolle, sich aus dem Gentechnikgeschäft zurückzuziehen“. Das Landeskriminalamt Brandenburg hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
11./12.09.; Grub: Zerstörung eines Versuchsfeldes der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Die Täter haben auf der 1200 m2 großen Fläche
schneckenförmig Spuren in den Mais gefahren und so das gesamte Feld bis auf 20 Pflanzen vernichtet. Der Mais war für einen Fütterungsversuch mit Rindern vorgesehen. Ziel des Versuches war das Sammeln von Erkenntnissen zum Anbau und zur Fütterung der Tiere mit gv-Mais. Für die Fütterungsversuche muss gv-Mais von anderen Standorten verwendet werden. Es wird von einem Schaden im fünfstelligen Bereich ausgegangen.
20./21.09.; Werne: Verwüstung eines Versuchsfeldes mit gv-Mais (Herbizidtoleranz). Das Feld wurde bereits 2005 komplett zerstört. Auf einer Fläche
 von rund 3000 m2 werden sämtliche Pflanzen umgeknickt. Der Schaden wird auf eine fünfstellige Summe geschätzt.
10./14.10.; Zolkendorf (Ivenack): Unbekannte haben auf einem Feld mit gv-Mais (kommerzieller Anbau) Eisenstäbe an einige Pflanzen gebunden.
Ziel war es offenbar, Erntemaschinen zu beschädigen.
15. 10.; Strehlow (Demmin): Unbekannte haben Bio-Kartoffeln auf ein Versuchsfeld mit gv- Kartoffeln geworfen. Hierbei handelt es sich um einen
Freisetzungsversuch von Kartoffeln mit veränderter Stärkezusammensetzung.

Aktivitäten 2007
Zerstörung von gv-Pflanzen
19. 04.; Groß Lüsewitz: Gegner des G8-Gipfels haben einen Farbanschlag auf das Agrobiotechnikum in Groß Lüsewitz bei Rostock verübt. Wie die G8-
Polizeieinheit “Kavala” berichtete, wurde auch eines von sechs Versuchsfeldern für den Anbau von gv-Kartoffeln zerstört. Der Versuch kann fortgesetzt werden.
22. 05.; Gießen: Unbekannte haben in Gießen große Teile der Wertprüfung für Mais zerstört. Auf 700 m2 führt das Institut für Pflanzenzüchtung der
Universität Gießen im Auftrag des Bundessortenamtes die Sortenversuche durch. Von den insgesamt 60 dort geprüften Maissorten waren acht gentechnisch verändert. Gegen die Täter ist Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch gestellt worden.
30. 05.; Bokel (Landkreis Cuxhaven): Unbekannte haben ein 3000 m2 großes Wertprüfungsfeld verwüstet. In der Mitte des Feldes war auf rund
450 m2 gv-Mais ausgesät. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.
13. 06.; Gießen: Erneut sind Teile eines Versuchsfeldes der Biosicherheitsforschung auf dem Gelände der Justus-Liebig-Universität in Gießen verwüstet
worden. Dort wird untersucht, ob gv-Gerste unerwünschte Auswirkungen auf nützliche Bodenpilze wie Mykorrizzha hat. Schon im Vorjahr hatten radikale Gentechnik-Gegner das Versuchsfeld schwer beschädigt. Trotz der Zerstörungen konnten im letzten Jahr Teile des Versuchs noch ausgewertet werden. In der laufenden Vegetationsperiode sollen die dabei gefundenen Ergebnisse überprüft und abgesichert werden. Auch in diesem Jahr wird der Versuch nach der Aktion der radikalen Gentechnik-Gegner fortgesetzt. Die Universität Gießen hat Strafantrag gestellt.
20. 06.; Werne: Wie schon im Vorjahr haben Unbekannte das Feld mit gv Pflanzen zerstört. Monsanto führt an diesem Standort Langzeitversuche mit
 Bt-Mais durch.
23. 06.; Forchheim: Wie schon im Vorjahr sind Teile eines Versuchsfelds mit gv-Mais zerstört worden. Es gehört zum Forschungsprogramm
„Koexistenz“ des BMELV, in dem praktische Fragen der Koexistenz von gentechnisch verändertem und konventionellem Maisanbau untersucht werden. In der Nacht drangen Gentechnik-Gegner in das Feld ein und zertrampelten Maispflanzen. Wie ein Sprecher des baden-württembergischen Landwirtschaftsministeriums sagte, wurde eine "erhebliche Fläche" zerstört. Dennoch erscheint es möglich, die nicht betroffene Teilfläche des Versuchs in die Auswertung einzubeziehen.
05. 07.; Friemar: Die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) hat darüber informiert, dass in der Nacht vom 04.07. zum 05.07. der
Landessortenversuch Körnermais mittelfrüh, in dessen Rahmen auch gv-Sorten geprüft wurden, am Standort Friemar zerstört wurde. Offenbar wurden die Maispflanzen großflächig abgeschnitten, der Versuch kann nicht weiter geführt werden.
18. 08.; Ramin: Unbekannte haben in der Woche vom 10. bis 17. Juli einen Freisetzungsversuch für gv-Mais zerstört. Die Pflanzen wurden auf einer
 Fläche von 6000 m² einzeln abgeknickt.
Juli; Raßlitz: Unbekannte haben zwischen dem 16. und 23. Juli einen Freisetzungsversuch mit gv-Mais zerstört. Gegen die unbekannten Täter wurde
Strafanzeigen gestellt.
23. 07.; Altreetz (Oderbruch): Im Rahmen einer öffentlich angekündigten „Feldbefreiung“ haben Gentechnikgegner ca. 3000 m² eines kommerziellen
gv-Maisfeldes zerstört. Initiator ist die Aktionsgruppe „Gendreck-weg“.
24. 07.; Oberboihingen: Unbekannte haben ein Versuchsfeld mit gv-Mais der FH-Nürtingen verwüstet. Die Täter gingen dabei extrem gezielt vor und
haben alle Versuchspflanzen zerstört, die Mantelsaat aber stehen lassen. Der geschätzte Schaden beträgt 50.000 Euro; der Versuch kann nicht fortgeführt werden.
20. 08.; Drehsa: Gentechnikgegner haben einen Freisetzungsversuch mit gv-Mais verwüstet. Eine Fläche von 1 Hektar wurde nahezu vollständig
zerstört, der Versuch ist damit nicht mehr auswertbar. Die Polizei schätzt den Schaden auf ca. 10.000 Euro.
29. 08.; Magdeburg: Unbekannte haben auf der Außenstelle des BSA in Magdeburg-Ottersleben ein rund ein Hektar großes bewachtes Bt-Maisfeld
zerstört. Die Täter zerschnitten den Zaun des in Parzellen aufgeteilten Feldes und verwüsteten das gesamte Feld. Bei der Zerstörung handelt es sich um eine Wertprüfung II. Die Prüfung beinhaltete acht Sorten gv-Maispflanzen. Die Zerstörung erfolgte nicht selektiv, d.h. es wurde der gesamte Versuch in der Fläche durch Abhacken, Niederdrücken, Umtreten etc. aller Pflanzen bis auf einige Randreihen unbrauchbar gemacht. Der Schaden wird laut Polizei auf 35.000 Euro beziffert.
30.08./ 04.09.07.; Iden: In der Zeit vom 30.08.2007, 12:00 Uhr bis 04.09.2007, 12:00 Uhr werden auf einem Versuchsfeld vier jeweils 18 m2 Flächen
mit gv-Mais zerstört. Die Flächen befanden sich innerhalb eines Versuchsfeldes der Größe von 40 x 300 m. Es werden gezielt Flächen mit gv-Pflanzen angegriffen. Sowohl in der Presse, als auch auf der Internetseite der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau wurde über den Anbau des gv-Mais zuvor informiert.
Darüber hinaus kommt es noch zu 6 (Teil)-Zerstörungen von konventionellen Feldern. Aufgrund der Lage muss davon ausgehen werden, dass die unbekannten Täter, die in der Nähe befindlichen gv- Sorten zerstören wollten.

Zerstörungen konventioneller Maisanbauflächen
04./ 10.06.; Blankenhof: Nach einem im Internetportal Indymedia veröffentlichten Selbstbezichtigungsschreiben zu einer angeblichen Zerstörung
einesgv-Maisfeldes in Blankenhof/MV wurde festgestellt, dass ca. 2 ha  konventioneller Mais, der um den eigentlich gentechnisch veränderten ausgesät war, zerstört wurden. Der Sachschaden beträgt ca. 5000 €.
21./22.06.; Oberboihingen: Im Zeitraum von 21.06.2007, 00.00 Uhr - 22.06.2007, 11.30 Uhr zerstören unbekannte Täter ein ca. 95 m x 45 m großes
Maisfeld der BASF, indem sie mit Seilen oder ähnlichen Gegenständen die Maispflanzen abtrennen. Auf dem Feld wurde konventioneller Mais angepflanzt, mit dem diverse Sorten- und Herbizidversuche durchgeführt werden sollten.  Da das Versuchsfeld unweit von „Genfeldern“ liegt, gingen die Täter vermutlich davon aus, dass es sich ebenfalls um ein „Genfeld“ handelte.
25./26. 06.; Blekendorf-Futterkamp: Sachbeschädigung an einem Versuchsfeld mit Nicht-gv-Maispflanzen. Es werden ca. 4000 Pflanzen
niedergetreten.Es wird davon ausgegangen, dass das eigentliche Ziel eine Versuchsfläche mit gv-Mais war, welche sich ebenfalls auf dem Gelände befindet. Die Tat dürfte im Zusammenhang mit einer Sachbeschädigung zum Nachteil der Landwirtschaftskammer SH in Kiel am 26.06.07 stehen (s.u.)
26. 06.; Schuby: In einer Entfernung von 300 m zu einer genehmigten Freisetzungsversuchsfläche mit gv-Maispflanzen werden auf einem Feld
ca. 0,3 a konventioneller Mais niedergetreten, der gv-Mais bleibt unberührt.
12./ 16.07.; Poing-Grub: Unbekannte Täter schneiden oder brechen im Tatzeitraum die männlichen Blüten von ca. 40.000 konventionellen
Maispflanzen,die auf der Südseite des Feldes angebaut sind ab, so dass keine Befruchtung mehr stattfinden kann. Daher kann der Mais nicht mehr auskörnen. Die Täter waren vermutlich der Meinung, dass der gv-Mais auf der Südseite gepflanzt ist und zerstörten nur diese Pflanzen, sodass der gv-Mais auf der Nordseite unbeschädigt blieb. Die Täter lassen am Feldrand mehrere Pflanzenreihen unbeschädigt stehen, damit das zerstörte Feld im Inneren nicht einsehbar war. Der Sachschaden an den zerstörten Pflanzen beträgt ca. 1000 Euro. Der Schaden durch die Beeinträchtigung des Versuchs und den zumindest teilweisen Abbruch der Forschungsarbeiten hätte laut Auskunft der LFL in Millionenhöhe gelegen.
05. 09.; Haßloch: Am Mittwoch, 05.09.2007, gegen 21:21 Uhr, teilt ein Mitarbeiter der Firma Securitas mit, dass das Prüffeld für gv-Mais beschädigt
worden wäre. Vor Ort wird festgestellt, dass sieben Maispflanzen aus dem Boden gerissen und eine Maispflanze umgeknickt wurden. Frische Reifenspuren können neben dem Feld festgestellt werden. Eine Auswertung der Aufzeichnungen der dortigen Überwachungskameras verläuft erfolglos. Bei den beschädigten Maispflanzen handelt es sich um normalen Futtermais, der als Randbepflanzung/Schutzbepflanzung um das gv-Maisfeld angepflanzt ist.
12. 09.; Prädikow: Unbekannte haben in einem konventionellen Maisfeld eines GVO-Anbauers Steine an Maispflanzen befestigt. Bei der Ernte des
Maises wird der Maishäcksler eines Lohnunternehmers stark beschädigt. Nur durch Glück wird niemand verletzt. Der Schaden beläuft sich auf rund 30.000 Euro. Bereits in den vergangenen Wochen hatten militante Gentechnikgegner in einem Bekennerschreiben angekündigt, durch das Verteilen von Gegenständen in Bt-Maisfeldern die Ernte verhindern zu wollen.
14. 09.; Hohenstein: Ein erneuter Anschlag auf ein Maisfeld im Landkreis Märkisch-Oderland ist knapp gescheitert. Erntearbeiter entdecken rechtzeitig
an Maispflanzen befestigte Steine.

Aktivitäten 2008

Feldbesetzungen
31.03./10.04.; Gießen: Besetzung eines Versuchsfeldes der Universität Gießen, auf dem 2006 und 2007 gv-Gerste freigesetzt wurde. Es kommt zu
Sachbeschädigungen an Zäunen und Arbeitsgeräten, verbalen Attacken gegenüber Institutsangehörigen sowie zur Zerstörung von Bienenstöcken.
04.04./ 09.04.; Oberboihingen: Besetzung eines Versuchsfeldes der HfWU Nürtingen-Geislingen, auf dem Versuche mit gv-Mais durchgeführt werden
sollten. Das betroffene Versuchsfeld ist aufgrund der Bodenverfestigung durch die Besetzer für eine Aussaat unbrauchbar geworden.
12.04./ 30.04.; Northeim: Besetzung eines Versuchsfeldes der KWS Saat AG, auf dem Versuche mit gv-Zuckerrüben durchgeführt werden sollen. Die
Aussaat der Zuckerrüben findet am 29.04.2008 unter Polizeischutz und der friedlichen Beteiligung von rund 450 KWS-Mitarbeitern statt.
24. 04.; Rheinstetten-Forchheim: Besetzung eines Versuchsfeldes des BVL auf dem Koexistenzversuche mit gv-Mais durchgeführt werden sollen. Bei
 den seit 2006 laufenden Versuchen sollen Mindestabstände zwischen gv-Mais und konventionell bzw. ökologisch bebauten Flächen ermittelt werden. Die Besetzung wird am 25.04. mit einer Räumungsverfügung beendet.
25. 04.; Groß-Gerau: Besetzung eines Versuchsfeldes der Universität Gießen auf dem Wertprüfungen unter anderem auch mit gv-Mais geplant sind.
29. 04.; Bütow: Ca. 20 Gentechnik-Gegner besetzen ein Versuchsfeld der BASF auf dem gv-Kartoffeln freigesetzt werden sollen. Als Zeichen des
Protestes errichten sie eine mehrere Meter hohe Holzkonstruktion, an der sich drei der Aktivisten anketten. Der Pächter des Feldes bittet die Polizei um Hilfe, und sie räumt nach einem Ultimatum am 30.04. das Feld.
01. 05.; Langendorf-Laase: Besetzung eines Feldes, das für den kommerziellen Anbau von gv-Mais vorgesehen ist. Zwei Feldbesetzer errichten einen
Turm, auf dem sie sich verschanzen.

Feldzerstörungen
21. 04.; Gatersleben: Radikale Gentechnik-Gegner verwüsten einen Freisetzungsversuch mit gv-Weizen des Leibniz-Instituts für
Kulturpflanzenforschung (IPK). Mit dem Versuch sollten verschiedene Genkonstrukte überprüft werden, den Eiweißgehalt in Weizenkörnern zu erhöhen, um die Futtermittelqualität zu verbessern. Eine wissenschaftliche Auswertung ist wahrscheinlich nicht möglich. Gegen die Täter wird wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch ermittelt.
20. 05.; Buttelstedt: Auf dem Gelände der DLG-Feldtage sind alle konventionellen Mais-Anbauparzellen zerstört worden. Neben Maissorten zahlreicher
Züchter aus dem In- und Ausland sollte auf einer kleinen Fläche auch der Bt-Mais MON 810 gezeigt werden. Dieser blieb bei der Aktion unbeschädigt.
06. 06.; Langendorf-Laase: Zerstörung eines kommerziellen Bt-Maisfeldes. Im Rahmen der seit dem 17.04.08 stattgefundenen Aktionen
(Mahnwachen,Feldbesetzung) von Gentechnikgegnern gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen wird in der Nacht zum 06.06.08 eine der betroffenen Fläche durch das Herausziehen der gv-Maispflanzen vollständig zerstört.
13./ 20.06.; Werne: Unbekannte haben einen Freisetzungsversuch mit gv-Mais der Firma Monsanto zerstört. Sämtliche Pflanzen wurden nieder
getrampelt, der Schaden wird von der Polizei auf ca. 16.000 € geschätzt.
21. 06.; Limburgerhof: Unbekannte Täter haben Feldversuche mit gv-Kartoffeln auf dem Gelände des Agrarzentrums der BASF im Limburgerhof
zerstört.Die Täter haben Löcher in den Zaun geschnitten und auf den Versuchsparzellen nahezu alle Kartoffelpflanzen herausgerissen.
23./ 24.06.; Mariensee: Zerstörung eines Versuchsfeldes des Julius Kühn-Instituts (JKI), auf dem im Rahmen der behördlichen Koexistenzforschung,
die Auswirkungen unterschiedlicher Mantelsaatstärken untersucht werden sollten. Unbekannte Täter haben mit Handsensen das gesamte Versuchsfeld (2 ha) zerstört. Der Schaden wird auf 20.000 - 30.000 Euro geschätzt.
23./ 25.06.; Ramin: Zerstörung einer Maisfreisetzung der Firma Monsanto. Unbekannte Täter zerstören den auf einer Fläche von 2500 m2
angepflanzten Mais fast vollständig. Die zu diesem Zeitpunkt ca. 1 m hohen Pflanzen wurden mit Schneidwerkzeugen knapp über dem Boden abgetrennt. Der Schaden wird auf 25.000 – 30.000 Euro geschätzt.
29. 06.; Kitzingen: Aktivisten zerstören im Rahmen eines gentechnikfreien Wochenendes ca. 0,2 ha eines kommerziellen Bt-Maisfeldes. Die Pflanzen
wurden herausgerissen und durch konventionellen Mais ersetzt. Die Aktionsgruppe „Gendreck weg“ hatte im Vorfeld öffentlich zu der
Feldzerstörung aufgerufen. 46 Feldzerstörer werden festgenommen.
02. 07.; Straußfurt:
Zerstörung eines Landessortenversuchs mit Körnermais. Die Pflanzen wurden abgeschnitten, der Versuch ist nicht mehr
auswertbar. Der Schaden wird auf 43.000 € beziffert.
04. 07.; Rheinstetten: Unbekannte Täter verwüsten ein eingezäuntes Versuchsfeld des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg. Der
behördliche Koexistenzversuch sollte neue Daten zum Auskreuzungsverhalten liefern. Die konventionellen Maispflanzen der Mantelsaat wurden auf einer Fläche von 1.600 m² niedergetreten bzw. abgeschnitten. Nach vorläufigen Schätzungen beläuft sich der Schaden auf ca. 30.500 Euro.
05. 07.; Dresden/Marsdorf: Während einer Veranstaltung gegen Gen-Mais-Anbau hat eine Gruppe von ca. 20 - 25 Personen 2 ha eines kommerziellen
Bt-Maisfeldes der Cunnersdorfer Agrargenossenschaft zerstört.
08./09.07.; Großlangheim (Lkr. Kitzingen): Zerstörung eines 3 ha großen Maisfeldes bei einem Landwirt, der auch schon Opfer der angekündigten
Feldbefreiung von „Gendreck-weg“ war. Der Zerstörung ging eine telefonische Auseinandersetzung mit einem Gentechnikgegner voraus. Bei der
zerstörten Fläche handelte es sich größtenteils um konventionellen Mais.
08./09.07.; Biebelried/Westheim (Lkr. Kitzingen):
Unbekannte haben eine Teilfläche (0,7 ha) eines konventionellen Maisfeldes zerstört. Die Polizei
vermutet, dass Gentechnikgegner das Feld verwechselt haben und eigentlich ein nahe gelegenes Bt-Maisfeld zerstören wollten.
09. 07.; Krauschütz: Zerstörung eines Freisetzungsversuches mit herbizidtolerantem Mais der Firma Pioneer. Unbekannte haben auf ca. 2000 m² alle
Pflanzen der Versuchsparzelle mit Macheten abgeschnitten, die Flächenbegrenzung aus konventionellem Mais bleib unangetaste. Pioneer schätzt den Schaden auf 20.000 - 30.000 €.
10./11.07.; Biebelried, Westheim (Lkr. Kitzingen): Zerstörung eines kommerziellen Bt-Maisfeldes. Die ca. 100 - 120 cm hohen Maisstängel werden in
einer Höhe von ca. 20 cm mit einer Motorsense abgeschnitten. Die abgemähte Fläche beträgt ca. 2500 m².
13. 07.; Biebelried, Westheim (Lkr. Kitzingen): Zerstörung einer kommerziellen Bt-Maisfläche durch abmähen und umknicken der Pflanzen durch an
Seilen befestigten Bretter und Balken. Das zerstörte Feld hat eine Gesamtfläche von 1,4 ha.
11./16.07.; Fürstenfeldbruck: Unbekannte Täter treten auf einem Versuchsfeld der Landesanstalt für Landwirtschaft auf einer ca. 1500 m² großen
Anbaufläche mit konventionellem Versuchsmais die Pflanzen nieder. Die Polizei geht davon aus, dass eigentliches Ziel ein benachbarter Versuch mit gv-Mais gewesen ist. Der Versuch ist für die vorliegende Vegetationsperiode nicht mehr auswertbar.
20. 07.; Wildberg: Im Rahmen einer Protestaktion gegen Bt-Mais in der Nähe eines Naturschutzgebietes haben Unbekannte eine Teilfläche eines
kommerziellen gv-Maisfeldes zerstört. Die zerstörte Fläche beträgt nach Medienangaben ca. 200 m².
21. 07.; Neutrebbin: Unbekannte Täter zerstören ca. 1000 m² eines Freisetzungsversuches (Gesamtgröße 3000 m²) mit herbizidtolerantem Mais,
der in Kooperation von Pioneer und Syngenta durchgeführt wird. Die gentechnisch veränderten Maispflanzen werden in ca. 30 cm Höhe abgeschnitten bzw. herausgerissen. Die Mantelsaat wird nicht angetastet. Der Schaden wird auf 20.000 Euro geschätzt.
22. 07.; Hohenstein: Unbekannte Täter zerstören ein Feld mit kommerziellen Bt-Mais auf einer Fläche von ca. zwei Hektar. Sie schneiden die
Maispflanzen in einer Höhe von 30 - 60 cm mit einem scharfkantigen Werkzeug ab. Der Landfarm Hohenstein GmbH entsteht ein Schaden von ca. 2000 Euro.
23./ 24.07.; Gransee: Nachts zerstören unbekannte Täter 4-5 Hektar eines konventionellen Maisfeldes der Agrar GmbH Kraatz bei Gransee. Die Polizei
stellt ein Plakat "Wer Genmais sät, wird Widerstand ernten" sicher. Die Fläche, auf der der konventioneller Mais wuchs, war ursprünglich für den Anbau von Bt-Mais vorgesehen.
04. 08.; Altreetz: Unbekannte Täter trampeln ca. 2 Hektar eines kommerziellen Bt-Maisfeldes der Agrarproduktion Altreetz nieder.
23. 08.; Futterkamp: Gentechnikgegner zerstören irrtümlicherweise ein Düngungsversuchsfeld. Wahrscheinlich richtete sich die Tat gegen
gentechnisch veränderte Pflanzen, die im letzten Jahr im Rahmen einer Wertprüfung des Bundessortenamtes in unmittelbarer Nähe zu dem zerstörten Maisfeld angebaut worden waren.
27. 08.; Kitzingen: Unbekannte haben erneut ein kommerzielles Bt-Maisfeld eines Landwirts zerstört, der in 2008 schon Opfer weiterer Zerstörungen
geworden ist. Die Täter verwüsten 0,5 Hektar des Feldes.
19. / 28.08.; Marsdorf: Erneut haben unbekannte Täter ein Feld mit gv-Mais der Cunnersdorfer Agrargenossenschaft verwüstet. Dabei werden die
Pflanzen auf einer Fläche von 6 Hektar zerstört. Der Schaden wird auf 10.000 Euro beziffert.

Aktivitäten 2009

Feldbesetzungen
12. / 13.03.; Üplingen: Anti-Gentechnik-Aktivisten sind in der Nacht auf das abgezäunte Gelände des Schaugartens eingedrungen und bauen einen
Beobachtungsturm sowie Zelte auf. Einige Aktivisten haben die Hände in Fässer einbetoniert.
02. / 03.04.; Groß Lüsewitz: 15 Aktivisten sind in der Nacht auf das eingezäunte Gelände eingedrungen, haben Zelte und einen Beobachtungsturm
errichtet. Einige Aktivisten hatten die Hände in Fässer einbetoniert. Auf den Flächen sollen Freisetzungsversuche mit gv- Kartoffeln durchgeführt werden, um Biosicherheitseffekte zu untersuchen. Die Polizei beendet die Besetzung durch Räumung nach wenigen Stunden.
14. / 15.04.; Dreileben: Eine Gruppe von Aktivisten besetzt in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ein Versuchsfeld der KWS Saat AG. In bekannter
Vorgehensweise werden ein Turm errichtet und Aktivisten an Betonfässer gekettet. Auf dem Feld soll ein Freisetzungsversuch mit gv-Zuckerrüben stattfinden. Die KWS Saat AG ordnete die sofortige Räumung an.
23. / 24.04.; Braunschweig: Elf Aktivisten dringen in das umzäunte Gelände des Johann von Thünen Instituts ein, errichten einen Besetzungsturm
und Ketten sich an Betonfässer. Auf dem Feld sind Freisetzungsversuche der RWTH-Aachen geplant, bei denen Forschung zur Biosicherheit im Auftrag des BMBF durchgeführt werden soll.

Zerstörungen
17. 05.; Groß Lüsewitz: Gentechnikgegner haben großflächig Freisetzungsversuche mit gv-Pflanzen auf dem Versuchsgelände des Agrobiotechnikums
zerstört. Es handelt sich dabei offenbar um die gleichen Personen, die bereits im April die Versuchsflächen besetzt hatten. Betroffen von den Zerstörungen sind Versuche der Biosicherheitsforschung zu gv-Kartoffeln, gv-Gerste und Weize
01. 06.; Dresden: Gentechnikgegner haben einen Versuchsanbau von gv-Apfelbäumen auf dem Gelände der Außenstation des Julius-Kühn-Instituts in
Dresden-Pillnitz verwüstet. Die unbekannten Täter sind in ein Zelt eingedrungen und haben dort 274 Apfelbäume (gv-Pflanzen und Kontrollpflanzen) zerstört. Der Schaden liegt nach erster Einschätzung des Julius Kühn-Instituts bei rund 700.000 Euro.
01. 06.; Dreileben: Unbekannte Täter zerstören zwei Zuckerrüben-Feldversuche der KWS SAAT AG. Betroffen sind ein konventioneller
Forschungsversuch zum Feldaufgang von Zuckerrüben und ein Versuch mit gv-Zuckerrüben. KWS hat die Versuche neu angelegt.
28.-29. 06.; Düllstadt: Unbekannte Täter haben einen Freisetzungsversuch der Firma Monsanto zerstört. Eine Auswertung von wissenschaftlichen
Fragestellungen zu gv-Maissorten in Bayern ist nicht mehr möglich. Das Projekt war bis auf 2010 angelegt. Monsanto beziffert den direkt entstandenen Schaden auf 25.000 Euro.
02. 07.; Groß Lüsewitz: Unbekannte Täter haben erneut Freisetzungsversuche der Biovativ GmbH angegriffen. Durch Aufsprühen einer unbekannten
Flüssigkeit wurde die gv-Gerste zum Teil zerstört, gv-Kartoffel- und gv-Weizenfreisetzungen wurden vollständig zerstört. Ein Wachmann wird bei dem Überfall verletzt.
11. / 12.07.; Eichenbarleben: Unbekannte Täter haben einen Freisetzungsversuch der Firma Syngenta mit herbizidtolerantem gv-Mais zerstört. Die
Pflanzen werden teils abgeschnitten und teils niedergewalzt. Der entstandene Schaden beläuft sich auf ca. 20.000 Euro.
21. / 22. 07., Wedemark: Unbekannte Täter zerstören den Freisetzungsversuch der Firma Monsanto mit herbizidtolerantem Mais zerstört. Die
Pflanzenwurden auf der gesamten Versuchsfläche abgeschnitten, die Mantelsaat wurde nicht beschädigt. Der Schaden beläuft sich auf ca. 20.000 Euro.
24. 07.; Gerdshagen: Gentechnikgegner haben einen Freisetzungsversuch mit gv-Mais der Firma Monsanto zerstört. Der Schaden wird auf
ca. 15.000 Euro geschätzt.
05. 08.; Söllingen: Unbekannte Täter haben einen Freisetzungsversuch der Firma Pioneer mit gv-Mais zerstört. Dieser Standort war ursprünglich für
einen Sortenversuch des Bundessortenamtes gemeldet worden. Die Pflanzen wurden mit scharfen Werkzeugen auf einer Fläche von ca. 2 Hektar abgeschlagen. Der Versuch ist nicht mehr auswertbar. Der entstandene Schaden wird auf 20.000 € beziffert.
08./ 09.08.; Herzberg-Gräfendorf: Unbekannte Täter zerstören ein Freisetzungsvorhaben der Fa. Syngenta Seeds GmbH für GA21 Mais. Die Pflanzen
werden auf ca. 9000 m² niedergetreten. Eine Auswertung des Versuches ist nicht mehr möglich.
21./ 22. 09.; Zabeltitz: Unbekannte Täter haben einen Freisetzungsversuch der Firmen Pioneer und Syngenta zerstört. Der Versuch mit gv-Mais wurde
in Form mehrerer Kreise niedergetreten oder abgeschnitten.

Aktivitäten 2010
Feldbesetzungen
09. 04.; Northeim: Eine Personengruppe „besetzt“ ein Feld der KWS. Mit der Feldbesetzung sollte die Aussaat von gv-Zuckerrüben verhindert werden.
Im Verlaufe des polizeilichen Einsatzes wird das Feld bis auf vier Personen geräumt. Diese hatten sich zwischenzeitlich an ein mit Beton gefüllten Fass angekettet.
14. 04.; Bütow: Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace trennen einen Teilbereich des Feldes ab, welches für den Anbau von Amflora-Kartoffeln
vorgesehen war, und pflanzen „gentechnikfreie“ Kartoffeln ein.
22. / 23.04.; Düllstadt: Eine Gruppe von Gentechnikgegnern hat nachts den noch unbestellten Acker eines Landwirtes besetzt. Nach Angaben der
 Aktivisten ist auf der Fläche die Aussaat von gv-Mais der Sorte MON810 der Firma Monsanto zu Versuchszwecken geplant.

Zerstörungen
07. / 08.07.; Zepkow: In der Nacht haben unbekannte Täter eine etwa 1 ha große Ackerfläche des Kartoffelanbaufeldes (Amflora) zerstört.
15. / 16.07.; Herzberg: Der gv-Mais-Versuch (GA21) der Syngenta wird in der Nacht zerstört. Die Pflanzen wurden herausgerissen oder teilweise
 abgemäht.
29. 07.; Bütow, Müritzkreis: Ca. 20 Gentechnikgegner haben am Rande des gv-Kartoffel-Ackers (Amflora) gegen den Anbau von gv-Pflanzen
protestiert.Sieben Demonstranten, die das Feld gestürmt und einzelne Kartoffeln aus dem Boden gerissen haben, werden von der Polizei in Gewahrsam genommen. In Bütow hat BASF 15 Hektar bepflanzt.

Aktivitäten 2011
(Teil) Zerstörungen
30. / 31.05.; Northeim: In der Nacht beschädigen unbekannte Täter einen Teil eines Zuckerrübenversuches der KWS SAAT AG. Auf verschiedenen
Parzellen wurden die Blätter einzelner Pflanzen abgesichelt und dies obwohl der Standort umzäunt ist und rund um die Uhr bewacht wird.
08. / 09. 07.; Groß-Lüsewitz: In der Nacht dringen mehrere unbekannte Täter gewaltsam in das Gelände der biovativ GmbH in Sangerheide ein und
zerstören einen Versuch mit gv-Kartoffeln für die Biopolymerproduktion, einen mit gv-Kartoffeln für die Biopolymer- und Antigenproduktion und einen mit pilzresistentem gv-Weizen.
         Die Täter griffen außerdem einen Wachmann an und gingen bei der Zerstörung so gezielt vor, dass davon ausgegangen werden kann, dass sie
über Lage und Art der Versuche genau informiert waren. Die Höhe des Schadens wird auf ca. 250.000 Euro geschätzt.
11. 07.; Schaugarten Üplingen: Im Schaugarten Üplingen werden mehrere Gentechnik-Versuchsfelder teilweise bzw. komplett zerstört. Zehn bis zwölf
vermummte und mit Stöcken bewaffnete Täter haben, nachdem sie zwei Wachmänner attackierten und bedrohten, verschiedene Versuchsflächen verwüstet. Die Schadenssumme wird auf ca. 250.000€ geschätzt.

Aktivitäten 2012
Zerstörungen
4. / 5. 07.; Baalberge: Übergriff auf das BASF-Versuchsfeld mit der pilzresistenten gv-Kartoffel „Fortuna“ durch Gentechnikgegner.
12. 07.; Gatersleben: „Herbizidangríff“ auf ein Versuchsfeld der BASF mit der pilzresistenten gv-Kartoffel „Fortuna“.
 
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[1]  Für die Überlassung der Daten wird dem Bund Deutscher Pflanzenzüchter e.V. (Dr. K. Mönch) gedankt.
2  gv  gentechnisch verändert
Feldzerstörungen 2001 - 2011
        Feldzerstörungen  2001 - 2011
Verwüstung von Feldern mit GVO (2005-2013)
Verwüstungen / Zerstörungen von Feldern mit GVO (2005- 2011)
Hier die englische Version der Feldzerstörung; here the english version.
Field destructions in Germany
Diese Auflistung der Feldzerstörungen wurde auch als Annex 1 in: Jany, Kl.-D. und Höfer, E. (2014) Die deutsche Imkerschaft und Grüne Gentechnik. pp 155-172; Verlag Kovac, Hamburg ISBN 978-3-8300-8038-1Englische Version: ISBN 978-3-8300-8224-8 veröffentlicht.

Projektwerkstatt /Feldbesetzer Forchheim decken auf: Genindustrie nutzt menschliche Klone zur Durchsetzung ihrer Interessen

Die Projektgruppe Forchheim – die Bewohner/-innen der Genfeldsiedlung setzen sich dafür ein, dass die gefährlichen Genexperimente in Forchheim gestoppt und Steuergelder nicht weiterhin sinnlos zum Nutzen der Saatgutkonzerne verschleudert werden. Die Projektgruppe Forchheim musste nun ungeheuerliches entdecken. Während der Versuchsleiter Klaus-Dieter Jany für diese nutzlosen Genexperimente in Rheinstetten-Forchheim mit der Polizei auf dem Versuchsfeld erschien, wurde er gleichzeitig auf dem Weg zu einer Kommissionssitzung des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im Flugzeug nach Berlin entdeckt. Wie ist es möglich, dass ein und die gleiche Person zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten auftaucht?

Dies kann nur bedeuteten, dass die Genindustrie den Versuchsleiter Jany aus dem Wissenschaftler Jany geklont hat und diesen nun für ihre Interessen einsetzt und lenkt. Noch ist unklar: Wer ist wer! Die Projektwerkstatt Forchheim fordert von der die Bundesregierung eine unabhängige Untersuchung über solche Klonpraktiken der Genindustrie und eine sofortige Feststellung wie viele dieser Klonmenschen ihr Unwesen treiben. Gleichzeitig wird eine Prüfung gefordert, wie solche Klonmenschen weitgehend unerkannt in die Umwelt freigesetzt werden konnten und welche Gremien hierfür verantwortlich waren. Möglicherweise sind viele der Gen-Behörden mit solchen Klonmenschen verseucht. Eine wissenschaftliche und vertrauenswürdige Forschung zur Gentechnik ist somit in Deutschland nicht mehr gegeben. Ebenso darf es unter diesen skandalösen Praktiken der Klonmenschen keine Zulassungen für Genpflanzen in Europa geben.

Grünerfinger vom Netzwerk Gene-Truth Deutschland: „Diese Klonmenschen betreiben pure Lobbyforschung und dienen allein dem Profitstreben der Saatgut-Multis“
 Netzwerk gene-truth Deutschland, 26.April 2008
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Jany hat einige der unten aufgeführten Feldzerstörungen / Feldbesetzungen „hautnah“ miterlebt und sich mit den Feldbesetzern auseinander gesetzt. Auch an den Diskussionsrunden zu den Freisetzungen von Bt-Mais zur Überprüfung der Auskreuzung über den Pollenflug in Rheinstetten/Forchheim war er beteiligt. Aber zum Zeitpunkt der Feldbesetzung am 24. April 2008 in Forchheim war Jany auf dem Weg nach Berlin, obwohl die Feldbesetzer berichteten, dass er als Versuchsansteller gemeinsam mit der Polizei versucht habe, dass Feld zu räumen. Die Originalmeldung ist leider im Netz nicht mehr vorhanden.



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